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27 Jun 2017

50. Geburtstag des Geldautomaten

Damals hatte man Zweifel – heute ist er aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken

 

1965 – John Shepherd-Barron steht vor den geschlossenen Türen seiner Bankfiliale. Er hatte die Öffnungszeiten verpasst. Da fragte er sich warum es Automaten mit Schokoriegeln gibt aber keine aus denen man Bargeld ziehen kann. Aus dieser Überlegung heraus entwickelte er die Idee: Ein Automat der Schecks, überzogen mit leicht radioaktiver Substanz, prüft, entwertet und sodann das Bargeld auszahlt.

Wenig später stellte Shepherd-Barron seine Idee der britischen Großbank Barclays vor. 1967, zwei Jahre später, stellte Barclays dann den ersten Geldautomaten im Norden Londons auf.  Maximal zehn Pfund wurden ausgezahlt.

Die Automaten wurden jedoch zu Beginn von den Kunden nicht akzeptiert. Damals standen die meisten der neuen Technik misstrauisch gegenüber. Die Kunden zweifelten an der automatischen Geldausgabe. In Deutschland startete der erste Geldautomat 1968 in der Kreissparkasse Tübingen – ohne EC-Karte. Erst zehn Jahre später gab es den ersten Geldautomaten der auch mit dem Banknetz verbunden war. Bis 1982 gab es in Deutschland nur knapp 100 Geldautomaten. Dies änderte sich erst in den 80er Jahren, mit Einführung des Magnetstreifens. Die Zahl der Nutzer stieg stetig.

Richtig interessant wurde es für die Kunden jedoch erst als die Automaten auch im Foyer und in den Außenbereichen der Banken installiert wurden. Es war somit möglich auch außerhalb der Geschäftszeiten Bargeld zu bekommen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland 60.000 Geldautomaten, 3,2 Millionen weltweit. Der Kunde kann sich heute 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche in Sekundenschnelle mit Bargeld versorgen – Eine Selbstverständlichkeit.

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